Verantwortung. Überforderung. Wie oft stehen wir vor Momenten, in denen bei uns Fluchtgedanken aufkommen. Probleme anzugehen verlangt Mut - Mut und Hoffnung, dass uns jemand zur Seite steht.
Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere von uns noch an die alte Rede vom „lieben Gott“ und weiß zugleich, wie angreifbar dieser Gedanke immer schon war. Nicht umsonst ist diese Redensart heute weitgehend verschwunden. Oft genug ist sie vom Ruf nach einem guten Gott für unsere in vielerlei Hinsicht so gequälte Welt abgelöst worden...
Kraftvolle Worte klingen hier an. Doch wie kann man sie heil- und segenbringend verstehen? Die Gemeinden, für welche die Offenbarung als Mahn- und Trostbuch entstand, sehen sich von allen Seiten in ihrer Existenz bedroht. Ihr Blick auf die Welt ist voller Verzweiflung und Angst...
Große Worte, die Paulus uns kurz vor Weihnachten mit auf den Weg gibt. In zwei Tagen können wir in den Gottesdiensten hören: Die Liebe Gottes liegt in einer Krippe in einem Stall. Und nichts kann uns von ihr trennen, keine Macht der Welt, rein gar nichts...
Impuls für den vierten Adventssonntag - 20.12.2015
Marias Rolle in der Heilsgeschichte unterscheidet sich kaum von der Rolle so vieler Frauen der Weltgeschichte. Frauen empfangen, gebären und je nach kulturellen Gepflogenheiten geben sie dem Kind einen Namen. Sind wir – Frauen – also ein wenig Maria?
Der Messias war gekreuzigt, Staunen hatte die Schöpfung ergriffen, die Welt ward erschüttert und die Engelchöre hielten inne im Lobe Gottes. Überwältigt waren sie und konnten kein Wort hervorbringen. Dann zogen sie sich in die Höhe zurück und der König war nun allein und verlassen. Keine Legion vom Hause unseres Vaters kam ihm zu Hilfe und keine Schar von Himmelsbewohnern umgab ihn...
„Christ, der Retter ist da“, so kann man heute in einer Woche überall hören, wo das beliebte Weihnachtslied „Stille Nacht“ gesungen wird. Diese Botschaft tönt „von fern und nah“, wie es in der zweiten Strophe dieses Liedes heißt. Aber kommt sie auch da an, wo sie der Apostel Paulus sieht: Im Herzen der Menschen?
Mich fasziniert diese Geschichte jedes Mal aufs Neue. Ich finde es spannend, wie in mir der moralische Zeigefinger hochschießt und der Impuls aufkommt zu denken: Dieser Pharisäer! Wie kann der nur? Merkt der denn gar nicht, dass er im Unrecht ist?
Einfach so aussteigen und sich womöglich ins Bodenlose führen lassen? Einfach so aus dem Boot steigen, weil er es sagt? „Komm“, sagt Jesus. „Hab Vertrauen.“
Behutsame Worte, vorsichtig formuliert. Mit Zartgefühl niedergeschrieben. Verhaltene Bilder, leise Töne. Zeitlos scheinen sie an Menschen gerichtet, denen es so schlecht geht, dass selbst das Hoffen schwierig bis unmöglich geworden ist. Vielleicht ist der Silberstreif am Horizont trotz allem nicht näher gekommen, vielleicht ist einfach keiner da...
Im alpinen Skirennsport gibt es einen „Vorläufer“. Dies ist ein Sportler, der unter Wettkampfbedingungen – aber außerhalb der Wertung – direkt vor dem eigentlichen Rennen auf die Rennstrecke geschickt wird. Die Aufgabe des Vorläufers besteht darin, den Neuschnee aus der Idealspur zu fahren...
Sieh den Himmel in seiner unermesslichen Größe und die Erde, ihre kostbaren Geschöpfe und ihre gewaltigen Körper! Und doch ist der Mensch wertvoller als alle körperlichen Dinge. Denn an ihm allein hat der Herr sein Wohlgefallen...
Ich taufe gerne. Das sind immer schöne Feiern mit glücklichen Kindern und stolzen Eltern. Oder ich begegne wachen Menschen, die sich als Erwachsene taufen lassen, weil sie etwas entdeckt haben, von dem sie nicht mehr lassen können...
„Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen?“ Nein, denke ich spontan, und erinnere mich an die Zeit, als ich meine Kinder im Arm hielt, stillte und in den Schlaf wiegte. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass uns etwas auseinanderbringen könnte. Dies ist bis heute so geblieben, und dafür bin ich dankbar...
Ich erinnere mich noch gut an meinen Besuch einer kleinen mexikanischen Basisgemeinde vor etlichen Jahren. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Meditation dieses kleinen Abschnitts aus dem Lukas-Evangelium. Ein Campesino erzählte folgende Geschichte: „Wenn ein Mensch eine gesunde Hand in eine Schale mit Salzwasser legt, passiert nichts. Wenn die Hand jedoch verwundet ist, oh weh, dann tut es richtig weh!“
„Es geht doch ums Prinzip!“ und: „Alles andere ist doch egal.“ So habe ich das schon oft in Streitgesprächen gehört und auch selber gesagt. Es geht ums Prinzip,ums Große und Ganze. Und deshalb ist das Prinzip auch ein Ass im Ärmel, das sticht...
War das wirklich notwendig? Musste Gott von Abraham verlangen, dass er seinen einzigen Sohn opfern sollte? Und ist das dann eine angemessene Belohnung, die ihm hier versprochen wird? Nachkommen ohne Zahl, wenn Abraham doch den einen Nachkommen, den er am meisten liebte, beinahe verloren hätte?
Damals in den Kindertagen war ich am Morgen schon beim Aufstehen fiebernd neugierig, rutschte schleunigst aus dem Bett, huschte als erstes zum Kamin, wo wir die Schuhe abends aufgereiht hatten. Der Nikolaustag ist für mich auch heute noch mit begeisterten Kinderaugen verbunden...
Gottes Sorge für seine Geschöpfe geht soweit, dass ich beweisen will, sie habe schon vor der Erschaffung bestanden! Das ist ganz offensichtlich: Denn er hätte nichts geschaffen, wenn er sich nicht um die Schöpfung schon gekümmert hätte, bevor er etwas schuf...