Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, wende dein Ohr mir zu und hilf mir!
Sei mir ein sicherer Hort, zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.
Psalm 71, 1-4

Jede und jeder von uns kennt diese Verflechtungen und Abhängigkeiten aus seinem Alltag, im Beruf und in persönlichen Beziehungen. Das Psalmwort ermutigt uns, die Sehnsucht nach Zuflucht, nach Rettung, nach Geborgenheit ins Gebet zu legen. Ich darf auf diesen Gott vertrauen, dass er hört und hilft.
Vielleicht sieht diese Hilfe ganz anders aus, als ich es im ersten Moment ersehne. Denn: Rette mich in „deiner“ Gerechtigkeit, nicht in „meiner“ Gerechtigkeit. Wenn ich aufhöre, Pläne zu schmieden, es besser zu wissen, der Richter zu sein, dann wird mein Sichtfeld und Herz frei für das rettende Handeln Gottes. „Du hast mir versprochen zu helfen“... Damit Gott sein Versprechen einlösen wird, braucht er mein Loslassen von meiner Selbstgerechtigkeit und mein Vertrauen auf seine befreiende Gerechtigkeit, die mich an die Orte pflanzt, wo ich neue Frucht und Weite finde.

