Wohl dem dessen Gott
Gedanken zum Tag, 13.12.2025
Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele!
Ich will den Herrn loben, solange ich lebe,
meinem Gott singen und spielen, solange ich da bin.
Verlasst euch nicht auf Fürsten,
auf Menschen, bei denen es doch keine Hilfe gibt.
Haucht der Mensch sein Leben aus
und kehrt er zurück zur Erde,
dann ist es aus mit all seinen Plänen.
Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist
und der seine Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, setzt.
Der Herr hat Himmel und Erde gemacht,
das Meer und alle Geschöpfe;
er hält ewig die Treue.
Recht verschafft er den Unterdrückten,
den Hungernden gibt er Brot;
der Herr befreit die Gefangenen.
Der Herr öffnet den Blinden die Augen,
er richtet die Gebeugten auf.
Der Herr beschützt die Fremden
und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.
Der Herr liebt die Gerechten,
doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre.
Der Herr ist König auf ewig,
dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.
Psalm 146
"Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist..."
Der Psalmendichter ist sich ganz sicher: Der Gott Jakobs ist der Halt, er ist es, auf dem die Hoffnung ruht: Gott als der Schöpfer und Richter zugleich. Er, mit dem die alttestamentlichen Verheißungen in Erfüllung gehen: Er verschafft Recht den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot ... Er öffnet den Blinden die Augen und richtet die Gebeugten auf, er beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.
"Der Herr ist König auf ewig,..." - seine Herrschaft ist von Dauer, von Geschlecht zu

Geschlecht, ewig! Im Gegensatz zu den weltlichen Fürsten ...
Ein wunderschönes und tröstliches Bild.
Israel preist in diesem Psalm Gott, den Herrn und Helfer. Ein unerschütterlicher Glaube an Gott kommt zum Ausdruck, der "Sicherheit in allen Lebenslagen" vermittelt.
Gott ist der Grund, der Halt des Lebens.
Wer in diesem unerschütterlichen Glauben lebt, der muss singen, spielen, Gott loben. Die Wirrnisse und Bedrängnisse des Lebens können nicht erschüttern, denn eins ist unumstößlich: Gott in seiner großen Güte hält uns in seinen guten Händen. Große Worte, die mir gut tun, und doch bleibt auch das Aber, ob der Glaube mich immer so tragen wird?
Ich denke an eine betagte alte Dame, die mir im Gespräch einmal versichert hat:
"Ich bin dankbar, dass ich den Glauben habe und mich an ihm in meinem langen Leben entlanghangeln konnte. Es ist nämlich nicht so, dass uns Christen die Trauer, das Leid, die Bedrängnisse erspart bleiben. Aber ich habe das Geschenk des Glaubens und damit kann ich mit Dietrich Bonhoeffer singen "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarte ich getrost was kommen mag, Gott ist mit mir am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag".
Diesen unerschütterlichen Glauben und die Gewissheit, dass Gott bei jedem von uns ist, wünsche ich mir und Ihnen in dieser Adventszeit ganz besonders.
Christel Feger
Erzdiözese Freiburg
Beitrag aus dem Jahr 2011
