Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Matthäus 5, 44-45
Matthäus 5, 44-45

Quelle: unsplash/Mike Wilson
Glaubet nicht, die Schlechten seien umsonst auf dieser Welt! Jeder Mensch, der Böses tut, lebt entweder dazu, dass er gebessert werde, oder er lebt dazu, dass durch ihn ein Guter geübt werde. Möchten doch, die uns jetzt üben, sich bekehren und mit uns eingeübt werden! Solange sie aber noch uns einüben, wollen wir sie nicht hassen; denn wir wissen nicht, ob ein jeder von ihnen in dem worin er böse ist, bis zum Ende verharrt. Oft, wenn du einen Feind zu hassen glaubst, hassest du einen Bruder und weißt es nicht. Ahme die Güte deines Vaters nach, „der seine Sonne über Guten und Bösen aufgehen und über Gerechten und Ungerechten regnen lässt“ (Matth. 5,45).
(…) Dass Gott die schont, die Böses tun, möge dir dazu nützen, Barmherzigkeit zu üben; denn vielleicht hast auch du, wenn du jetzt gut bist, dich aus einem Schlechten zum Guten gewandelt. Würde also Gott nicht die Bösen schonen, dann würde man auch dich heute nicht danksagen sehen. Darum möge, der deiner schonte, auch.

