Was ist dran im neuen Jahr?
Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er:
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen,
sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8,12
Was ist dran im neuen Jahr? Mit welchen Vorsätzen bist Du denn gestartet?
Offen gestanden bin ich dieses Jahr etwas zögerlicher mit meinen Vorhaben. Da ist doch so manches in den letzten beiden Jahren nicht ganz so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt oder vorgenommen habe. Jetzt nehme ich mir bewusst weniger vor, auch um nicht enttäuscht zu werden.

Ja, was ist jetzt dran? Statt tolle Vorsätze und große Pläne schmieden vielleicht doch weiterhin eher Fahrt auf Sicht. Vieles bleibt einfach unsicher. Anscheinend nicht nur bei mir. Viele sagen, sie seien jetzt häufiger erschöpft und müde, auch weil das, was sie sich vorgenommen hatten, einfach nicht ging.
Und dann denke ich an das bekannte Jesus Wort. Es ist wie eine Art Gegenrede, ein Widerwort an mich und wie ich mit solchen Herausforderungen umgehe. Jesus sagt: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8,12)
Nimm‘s persönlich, sage ich mir selbst. Was heißt das heute für mich? Und plötzlich wird mir bewusst, dass Jesus es so anders sieht und angeht. Ich bin es gewohnt, mir zu überlegen, was dran ist, was ich mir vornehmen muss. Ich treffe Vorsätze. Habe eigentlich immer etwas vor. Ich verfolge bestimmte Ziele und muss auch vorsorgen. Allein schon dieses Wort: vorsorgen!
Das Gegenteil höre ich von Jesus: Lass deine Sorge los, damit du frei wirst. Komm in mein Licht. Folge mir nach, damit Du neu sehen lernst. Erlebe wie gut Du geführt wirst, wenn Du dich Gott anvertraust. Wenn Du dich nicht ständig beweisen und rechtfertigen musst. Nachfolge braucht keine Vorleistung. Jesus holt Menschen ab, wo sie gerade sind. Ich werde angenommen, ohne dass ich erst etwas vorweisen muss. Also ohne Vorleistungen. Bei Jesus genügt: Nachfolgen, gerade nicht vorleisten und vorweisen.
Also weniger Vorsätze, weniger: „Was ist jetzt dran?“ Sondern: „Bin ich an Jesus dran?“
Dan Peter

Pfarrer, Pressesprecher der evangelischen Landeskirche in Württemberg
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