Im Brief an die Römer bringt Paulus seine Theologie auf den Punkt. Der Mensch verdankt seine Erlösung allein der Gnade Gottes.
Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.
Römerbrief 6,3-5
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„Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?“ Der Apostel Paulus beschreibt seine Hoffnung auf ein neues Leben mit und in Christus. Früher wurden alle Täuflinge bei der Spendung des Sakramentes der Taufe in einem Gewässer oder Taufbecken drei Mal für kurze Zeit ganz untergetaucht. Dies sollte ihre Loslösung von einem Leben als „alte“ Menschen verdeutlichen: Misstrauen, Angst, Selbstbefangenheit und Hoffnungslosigkeit versinken; eine neue Offenheit, Versöhnung, Lebensfreude und Zuversicht werden möglich. „Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.“ Die seit Ostern gültige Zusage Christi „Auch Ihr sollt ewig leben“ begünstigt erheblich auch die Bereitschaft und den Willen zu solch einem neuen, sinnerfüllten und glücklicheren Dasein.
Durch sein Leiden und Sterben hat Jesus sich mit allen solidarisiert, die bei ihrem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit ebenfalls Ansehen, Gesundheit und Leben riskieren. „Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ Ein neuer Anfang ist möglich – immer wieder!
