Wenn ich meine ganze Habe verschenkte
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.
Erster Korintherbrief 13, 3
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.
Erster Korintherbrief 13, 3

Quelle: Pixabay
„Mark Zuckerberg spendet 45 Milliarden“ – „Melinda und Bill Gates spenden pro Sekunde 125 Euro“.
Wenn wir diese Schlagzeilen lesen, sollte uns ganz warm ums Herz werden. So viel Geld, das für einen guten Zweck gespendet wird! So viele Möglichkeiten, was man damit Sinnvolles anfangen kann! Aber meistens bleiben wir doch relativ zurückhaltend. Natürlich ist das viel Geld, aber könnten die Reichsten der Reichen nicht noch viel mehr geben, wenn sie wollten? Merken sie denn bei ihrem immensen Vermögen überhaupt, dass sie etwas abgegeben haben?
Ich denke, im Hintergrund steckt hierbei die Vermutung, dass Bill Gates, Mark Zuckerberg und wie sie alle heißen, diese Spenden nicht aufgrund ihrer Menschenfreundlichkeit machen, sondern dass sie sich davon etwas versprechen, dass sie irgendeinen Vorteil daraus ziehen möchten. Wir sind misstrauisch, weil wir ihnen nicht zutrauen, dass Nächstenliebe die Triebfeder sein könnte. Menschen, die sich finanziell so weit von den anderen abheben, stehen wohl immer unter diesem Verdacht. Aber auch unser persönliches Engagement und unsere Spendenbereitschaft müssen auf diesen Prüfstand gelegt werden dürfen.
Die Liebe ist es also, die den Unterschied macht. Wo sie der Antrieb ist, geht es nicht um Geld oder Ansehen. sondern ein Mensch gibt sich ganz hinein in die gute Tat. Er oder sie gibt dann nicht nur etwas von sich, Sondern schenkt sich als Person, mit all seinen Möglichkeiten, aber auch seinen Schwächen, seiner Unzulänglichkeit. Wo sich ein Mensch angetrieben durch die Liebe engagiert, da steht nicht er selbst im Mittelpunkt. Durch sein Handeln scheint die Liebe Gottes durch und wird spürbar in der Liebe zum Nächsten.

