Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Lukas 1, 46b-55
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Lukas 1, 46b-55

Quelle: unsplash/Arteida MjESHTRI
Eine Frau singt ein Loblied auf Gott.
Die Gottesbegegnung hat ihr Leben verändert. Nicht nur, dass sie schwanger ist und ein Kind gebären wird. Sie ist auch erfüllt von der Begegnung mit dem Göttlichen. Sie preist Gott, der sie für würdig erachtet, die göttliche Kraft, die sie aufgerichtet hat und sie singen lässt „auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“. Sie hat erfahren, dass sie, eine junge unwichtige Frau aus dem Volk, bei Gott etwas wert ist. Ihr Vertrauen auf Gott macht ihr Mut. Sie stellt sich damit in die Tradition biblischer Frauen wie Mirjam und Hanna. Und sie weist hin auf die Generationen, die kommen, die an ihrem Beispiel Gott loben werden, als den, der für Gerechtigkeit eintritt und als die, die die Niedrigen, Hungernden und Machtlosen aufrichtet.
Viele Frauen singen ein Loblied auf Gott.
Am Fest Mariä Heimsuchung kam im diesem Jahr eine Pilgergruppe für eine „Kirche mit den Frauen“ in Rom an. Zwei Monate lang sind sie aus der Schweiz nach Rom gepilgert, für die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche. Im Vertrauen auf die Verheißung Gottes, der für Gerechtigkeit sorgt, weil unter den Menschen Ungerechtigkeit herrscht, so wie er es unseren Müttern und Vätern verheißen hat und Jesus Christus es uns vorgelebt hat.
Eine Frau singt ein Loblied auf Gott.
Ein Lied auf die Veränderung der Verhältnisse. Ein Lob auf den Wandel, die Hilfe für die Ohnmächtigen, das Ende von Unterdrückung aller Art, weil Gott gerecht ist. Das gilt auch für die Geschlechterverhältnisse. Bei Gott gibt es Gerechtigkeit, die in Kirche und Welt noch aussteht.

