Markus 1, 14

Alltag ist das in vielen Ländern dieser Erde. Unerträglich müsste das bleiben, käme da nicht ein Einspruch von unerwarteter Seite. Keine Demonstration hilfloser Solidarität. Kein Widerstand mit Waffengewalt. Dieser Einspruch trifft die Mächtigen unvorbereitet. Er entlarvt ihre Gewalt als Ausdruck von Hilflosigkeit und Armut an Alternativen. Ihre vermeintliche Stärke stellt die Zukunftslosigkeit ihres Vorgehens bloß. Die Zeit ist erfüllt. Kehrt um!
Kein „Weiter so!“: Wo die Gerechtigkeit mit Füßen getreten wird, hält Gott es nicht länger aus in himmlischer Distanz. Da mischt Gott sich ein in alle Ränkespiele des Bösen. Da führt die Umkehr nicht länger zurück in eine Vergangenheit, die auch nicht heiler war als die Gegenwart. Da kommt die Möglichkeit eines anderen Lebens aus der Zukunft auf uns zu.
Ja genau: Ich könnte noch einmal ganz anders leben! Weil die Pläne dieses ganz anderen Lebens zu meinen werden können. Und weil die selbstgerechten Drohkulissen des Recht-haben-Müssens und des Immer-mehr-haben-Wollens in sich zusammenfallen. Gottes neue Welt ist nicht länger nur eine unwahrscheinliche Möglichkeit unter vielen. Sie nimmt überall da Gestalt an, wo Menschen den Mut finden, gegen alle Ungeheuerlichkeiten und Ungerechtigkeiten unüberhörbar Einspruch zu erheben.

