
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
Lukas 1,78+79
In diesem Jahr will ich mich im Advent mal ausnahmsweise nicht ärgern. Ich will mir nicht die gute Laune verderben lassen von all dem Kitsch, von den Lamettafäden im Supermarkt, von den mit Falschgold behängten und mit Lichterketten überfrachteten Weihnachtsbäumen in der Einkaufspassage. Ich will nicht nörgeln, wenn ich Marzipankartoffeln aus glitzernd-knisterndem Goldpapier esse. Und ich will auch nicht die Augen verdrehen, wenn mein Kind mit selbstgebastelten goldlackierten Glitzerweihnachtsbaumkugeln mit Herzchen aus dem Kindergarten nach Hause kommt.
In diesem Jahr will ich mich im Advent mal ausnahmsweise nicht ärgern. Ich will jedes Glitzern, jeden Lamettafaden und jedes Goldpapier als ein Zu-Zwinkern Gottes nehmen, das mir sagt: „Ich will allen leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.“ Ich will jeden Lichtstrahl, jedes Leuchten genießen als Zeichen von Gottes barmherziger Liebe und mich davon stärken lassen für den Weg des Friedens. Und ich werde mich freuen auf das aufstrahlende Licht aus der Höhe, das sich mir ankündigt.
In diesem Jahr werde ich mich im Advent nicht ärgern.

