In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem
und fanden Maria und Josef und das Kind,
Eine Hirtenaufgabe - Mein Wärmemoment
das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über das,
Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über das,
was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
Maria aber bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
Maria aber bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
Lukas 2, 16-20
Die Hirten schauen sich also Marias Kind an – und sehen: ein Neugeborenes! Mit winzigen Händchen und Füßchen. Vielleicht ein wenig verquollen um die Augen. Vermutlich fest eingepackt in Tücher. Noch fremd in der Welt und auf die Eltern angewiesen, um zu überleben.
Die Hirten sehen das alles. Sie sehen noch mehr. Sie schauen das Kind an mit der Verheißung der Engel im Ohr. Sie verbinden seine Geburt mit dem Versprechen Gottes: Ihr sollt erlöst werden durch diesen Menschen. Ihr habt Grund zur Freude. Für die Hirten verbinden sich diese Worte mit dem neugeborenen Kind. Seither laufen diese Worte durch die Welt. Und finden Resonanz. Überall da, wo sich Menschen davon bewegen lassen, wo Menschen dazu beitragen Versöhnung möglich zu machen.
Ich habe bei diesen Worten seit ein paar Wochen ein Bild im Kopf. Die ukrainische Künstlerin Natalyia Kuriy hat es gemalt. Eine Krippenszene im Stil naiver Malerei: Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe im Zentrum, links hinter der Familie ein großer Engel, an der rechten Seite zwei Hirten. Zwischendrin zwei Schafe, ein Esel und ein Ochse.
Auf diesem Bild haben alle Menschen geschlossene Augen. Für einen Moment blenden sie die Welt um sich herum aus. Es sieht aus, als lauschten sie nach innen. Als könnten sie dort hören, was die Engel verheißen. Als schöpften sie Kraft in der Verheißung und sorgten für eine Atempause in der Welt.
Kurz nachdem in Kontakt mit der Künstlerin getreten war, die in der Ukraine lebt, brach der Kontakt ab. Es ist mir nicht gelungen, herauszufinden, was passiert ist. Seither verbindet mich die Weihnachtsgeschichte mit Nataliya Kuriy. Seither verbindet mich der Besuch der Hirten auf persönliche Weise mit den Menschen in der Ukraine. Seither bewege ich die Worte der Hirten in meinem Herzen und hoffe, dass sie auch für Nataliya Wirklichkeit werden.
Ein neues Jahr. So unverbraucht und verheißungsvoll wie das neugeborenes Jesus-Kind. So vieles könnte Wirklichkeit werden. In der Ukraine und auf der ganzen Welt. Die Worte und die Verheißung sind schon da. Jetzt haben wir die Hirtenaufgabe.
