Mit der Geburt Jesu Christi war es so:
Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind
Familiengeschichte - Mein Wärmemoment
erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte,
beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, siehe,
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte,
beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, siehe,
da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte:
Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht,
Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind,
das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben;
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären
und sie werden ihm den Namen Immánuel geben,
das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben;
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären
und sie werden ihm den Namen Immánuel geben,
das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn
ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
Matthäus 1,18-24.
Der Film „Mittagsstunde“ nach dem gleichnamigen Roman von Dörte Hansen war für mich in diesem Herbst ein echter Herzenswärmer. In diesem Film wird nicht viel gesprochen. Aber im verbitterten, genervten und manchmal auch geheimnisvollen Schweigen seiner drei Hauptpersonen wird trotzdem eine wunderbare Liebesgeschichte laut. Sie handelt von Vater, Mutter und Kind. Und ist nicht nur deshalb auch eine Weihnachtsgeschichte.
Der Vater heißt Sönke Feddersen. Jeden Morgen schlägt er im Brinkebüller Tagblatt als erstes die Seite mit den Geburts- und Todesanzeigen auf. Und seufzt erleichtert, wenn er nicht findet, was er unbedingt als erster dort unterbringen möchte: Die Anzeige seiner Gnadenhochzeit. Seine Frau Ella, mit der er seit bald siebzig Jahren verheiratet ist, ahnt nichts von dieser zähen Leidenschaft ihres Mannes. Schon lange lebt sie an einer Demenz erkrankt in ihrer eigenen Welt. Und dann ist da noch der erwachsene Sohn Ingwer, der sich um Vadder und Mudder kümmern will. Das Familienleben der drei birgt einige Geheimnisse, die im Verlauf des Films aufgedeckt werden. Aber nicht, weil die Protagonisten beschlossen hätten, offen und ehrlich miteinander zu reden. Ihr Umgangston bleibt auf das Nötigste beschränkt und karg wie die Landschaft vorm Fenster. Und doch kommt alles heraus: Ingwer ist in Wirklichkeit gar nicht der Sohn, sondern der Enkel des betagten Paars. Und Sönke noch nicht einmal sein leiblicher Großvater. Doch der zählt weiterhin die Tage bis zu dem großen Fest der Diamantenen Hochzeit, zu dem es - man ahnt es schon - dann doch nicht mehr kommen wird.
In einem anderen Bestseller wird die Geschichte so erzählt: "Als Maria dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war. Josef aber, ihr Mann, dachte sie heimlich zu verlassen. Als er noch so dachte, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, fürchte dich nicht, Maria zu dir zu nehmen. Sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte. Und blieb."
Martina Steinbrecher, Rundfunkpfarrerin, Evangelische Landeskirche in Baden
