Bei Gott ist nichts unmöglich.
Da fiel Abraham auf sein Angesicht nieder und lachte. Er dachte: Können einem Hundertjährigen noch Kinder geboren werden und kann Sara als Neunzigjährige noch gebären? [Gott sprach:] Deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihn Isaak nennen. Ich werde meinen Bund mit ihm schließen als einen ewigen Bund für seine Nachkommen.
Genesis 17,17.19
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Es darf gelacht werden. Auch in der Religion. Lachen befreit. Es entschärft komische und spannungsreiche Situationen. Zum Beispiel, wenn Hundertjährigen die Geburt eines Kindes angekündigt wird. Abraham und Sara können nicht anders: Ihr Lachen ist eine natürliche Reaktion, ein entlastender Reflex. Im hohen Alter noch in ‚anderen Umständen‘ zu sein, das ist auch nicht ernsthaft zu erwarten.
Das ungläubige Lachen nimmt Gott den beiden nicht übel. Anders als manche Theologen. Die haben das Lachen verteufelt als fehlende Ernsthaftigkeit. Gott selbst hat aber offensichtlich Humor. Dem unter wundersamen Umständen geborenen Kind gibt der Herr den Namen Isaak. Das bedeutet wörtlich: „Er lacht“.
Bis heute erinnert uns diese Geschichte daran, dass auch große Vorbilder im Glauben ihre Schwierigkeiten haben, alles zu glauben. Es darf gezweifelt werden. Wie bei Elisabeth und Zacharias, denen ebenfalls als Hochbetagten die Geburt Johannes des Täufers verheißen wird. Dem künftigen Vater verschlägt es darüber die Sprache. Es darf hinterfragt und nachgefragt werden. Die Ankündigung der Geburt Jesu nimmt die Mutter Maria nicht einfach so hin. Sie hat da schon ihre Frage, wie das sein kann, als Jungfrau ein Kind zu bekommen.
Ungläubiges Staunen angesichts von Glaubenszumutungen. Das wird wichtigen Figuren der Bibel zugestanden. Das entlastet auch uns, wenn manches unglaubwürdig erscheint. Warum soll man das Unmögliche nicht auch unmöglich finden? „Für Gott ist nichts unmöglich“, lautet die Antwort an die Zweifler. Für Gott ist nichts unmöglich, für uns schon. Wir dürfen uns wundern. Wir dürfen Fragen stellen, Nachdenken und manches komisch finden. Und es darf auch gelacht werden.
