Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.
Matthäus 7,15-17

Geredet wird viel. Das war schon immer so. Und so ist es auch heute und in diesen letzten Tagen des Jahres. In der Politik, in der Gesellschaft: Jamaika-Gespräche, Koalitionsverhandlungen, Flüchtlingspolitik, Mietpreisbremse…
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ – alles Reden ist vorläufig, ist Versuch, ist Gedankentanz. Was an den Worten dran ist, wie fruchtbar ihr Gehalt ist, ergibt sich erst später, wenn sie in die Tat umgesetzt werden.
Ich merke, wie mich dieser Gedanke entspannt. Ich lehne mich innerlich zurück. Was, wenn ich mich und meine Worte, meine Gedanken in Diskussionen nicht so ernst nehmen würde?
Wenn ich stattdessen häufiger den Gedankentanz als Spielerei wagen würde, um die Worte genau dazu zu nutzen: sie auszuprobieren, hin und her zu denken. Denn was sind die falschen Prophezeiungen, die falschen Werte für unser Leben und unsere Gesellschaft? Und welches die richtigen? Wenn die Unterscheidung so einfach wäre, wäre sie keiner Erwähnung wert.
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ – alles Reden ist vorläufig, ist Versuch, ist Gedankentanz. Was an den Worten dran ist, wie fruchtbar ihr Gehalt ist, ergibt sich erst später, wenn sie in die Tat umgesetzt werden.
Ich merke, wie mich dieser Gedanke entspannt. Ich lehne mich innerlich zurück. Was, wenn ich mich und meine Worte, meine Gedanken in Diskussionen nicht so ernst nehmen würde?
Wenn ich stattdessen häufiger den Gedankentanz als Spielerei wagen würde, um die Worte genau dazu zu nutzen: sie auszuprobieren, hin und her zu denken. Denn was sind die falschen Prophezeiungen, die falschen Werte für unser Leben und unsere Gesellschaft? Und welches die richtigen? Wenn die Unterscheidung so einfach wäre, wäre sie keiner Erwähnung wert.
Nein, was gut und richtig ist, wird sich ergeben, wenn es gelebt wird. Wenn aus den Worten und Einstellungen etwas wächst.
Sind es gute Früchte – stecken in ihnen Menschenfreundlichkeit, Liebe, Achtung, Friede und Gerechtigkeit?
Oder sind die Früchte vertrocknet, engen ein, verurteilen, machen klein? Manchmal kann es dauern, bis klar ist, welche Frucht wächst.
Die erste Woche im Advent geht es um prophetische Worte. Worte, die mahnen und an Gottes gute Nachricht erinnern. Und ich frage mich, wo denn Gottes Ewigkeit in meine Zeit eintaucht, wo Gott in dieser Welt ist. Gottes Menschenfreundlichkeit, Gottes Liebe, Gottes Friede und Gottes Gerechtigkeit will ich suchen. Und ich werde erkennen, wo das Gute wächst. Wenn auch nicht gleich. Bis dahin gilt es, Gedankentänze und Wortspielereien zu wagen – und darin nach den Worten zu suchen, die die befreiende Botschaft Gottes am besten lebendig werden lassen.

