Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.
Levitikus 19,33-34
Levitikus 19,33-34

Quelle: unsplash/Anna Dziubinska
Mein Terminkalender ist in der Cloud. Deswegen ist er auf meinem Handy, meinem Computer im Büro und auch auf dem zuhause. Das ist gut für mich. Denn er erinnert mich immer und überall an meine Termine.
Ich brauche das manchmal, dass mich mein Kalender so auf einen Termin hinweist. Ich würde ihn sonst verpassen. Nicht, weil er unwichtig wäre. Und auch nicht, weil ich ihn vergessen hätte. Denn eigentlich weiß ich, was für Termine ich habe. Eigentlich. Aber manchmal beansprucht etwas anderes meine Aufmerksamkeit.
Es tut mir deswegen gut, wenn ich an manche Dinge erinnert werde. Nicht nur an Termine. Und ich glaube, es tut nicht nur mir gut. Wenn ich die zwei Verse für heute durchlese, klingt das für mich wie eine Erinnerung meines Kalenders. Denn eigentlich haben die Israeliten damals noch ganz genau gewusst, wie es in Ägypten war. Und eigentlich haben sie auch ganz genau gewusst, was Gott von ihnen will. Wie sie mit anderen umgehen sollen. Eigentlich.
Eigentlich weiß ich das auch. Eigentlich kenne ich die Zehn Gebote und andere Aussagen Gottes. Eigentlich. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich lebe halt doch nicht immer so. Gut, dass Gott mich und andere hier und da daran erinnert. Zum Beispiel am Anfang der Zehn Gebote. Da erinnert er auch an Ägypten. Ich brauch das immer wieder. Denn eigentlich weiß ich viel. Zum Beispiel, dass bald Heiligabend ist. Aber gut, dass mich die Adventszeit daran erinnert.

