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Alles Liebe

Impuls für den 13.12.2018

Er ist der Ursprung, / der Erstgeborene der Toten; / so hat er in allem den Vorrang.
Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, /
um durch ihn alles zu versöhnen.
Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, / der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut. (Kol 1,18b-20)
 
Quelle: Quelle: unsplash.com/@dusk_cicada
 
Liebe ist alles. Liebe klammert nichts aus. Wer selber je geliebt hat, weiß das. Mehr als lieben geht nicht. Und immer bleibt das Gefühl, es reicht nicht ganz hin. Sei es im Glück, sei es im Leid. Es könnte immer noch mehr sein. Es könnte auch noch schlimmer kommen.

Kann Liebe scheitern? Wenn Gott Liebe ist, kann Gott scheitern? Kann sich jemand im Lieben vorstellen, dass sie, dass er darin scheitert? Durchaus - aber liebe ich dann nicht mehr?

Nein. Denn das ist unser Glaube: Gott wohnt mit seiner ganzen Fülle in jedem einzelnen Menschen. Mit seinem Kommen wird alles andere relativ. Bis ins Letzte ist Gott ins Menschenleben eingestiegen. Seine unerschöpfliche Fülle liebt in jeder und jedem von uns.

Ich weiß, jede und jeder meint etwas anderes mit dem Wort ‚lieben‘. Und doch ist in allen diese geheimnisumwitterte Sehnsucht nach der ganzen Liebe, der erfüllten und niemals endenden. Ist das die in einem wohnende Gewissheit von den "Goldenen Höhen", die ich wiedererkenne in meinem Lieben; Bin ich also auch "Jesum in Menschengestalt" (Strophe 3, Stille Nacht, heilige Nacht (Version 1818))? Es heißt: Christus lebt, Gott liebt in mir. Damit bin ich also mit meinem Leben auch Teil davon: "Erstgeborener der Toten", Teil des Ursprungs, eingeborgen in Christi Frieden, in allem wegen ihm letztlich versöhnt.
Autor / Autorin
Quelle: Otmar Maas
Otmar Maas

Pastoralreferent in der Seelsorgeeinheit Freiburg Nord, Erzdiözese Freiburg

Bei Fragen zu den Impulsen wenden Sie sich bitte an: info[at]advent-online[dot]de