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Blickrichtung Hoffnung

Impuls für den 23.12.2018

Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. (Lukas 21, 27-28)
 
Quelle: Quelle: unsplash.com/@yikkiyeung
 
„Über den Wolken“ titelte Reinhard Mey 1974. Der Blick von oben, aus einem immer höher steigenden Flugzeug lässt die Sorgen und Wichtigkeiten hier unten immer winziger werden.

Wunderbar, wenn man diese Erfahrung machen darf: abheben, loslassen und davonfliegen können. In diesem Lied verfolgt der Betrachter wehmütig das Entschwinden des Flugzeuges.

Der Evangelist Lukas hingegen schaut voll Hoffnung nach oben - inmitten von Bedrohungen mit kosmischem Ausmaß. Den Untergang Jerusalems 70 n.Chr. vor Augen, beschreibt er ein Szenario, das über diese konkrete Situation hinausweist. Himmel und Erde werden erschüttert, die Menschen stehen ratlos und voller Angst wie vor einem Abgrund.

Man kann sich auch heute noch in diesen Bildern finden und sei es, dass die eigene kleine Welt am Zerbrechen ist oder sich im eigenen Inneren eine Katastrophe zusammenbraut. Lukas nimmt den Zustand vieler Menschen und dieser Welt in ihrer Bedrohtheit wahr und ernst. Sein Standpunkt heißt hinschauen; nicht kleinreden, wegschauen oder davon laufen; sich nicht in Schuldzuweisungen verlieren oder sich mit einem kurzfristigen Zweckoptimismus zufrieden geben.

„Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter.“ Ein kühnes Wort in Blickrichtung Hoffnung. Schaut auf, lasst den Kopf nicht hängen und steckt ihn auch nicht in den Sand! Es gibt Hoffnung von oben, von Gott her. Von ihm her kommt der Menschensohn. Schaut auf und schaut auf ihn, eure Erlösung ist nahe.

Morgen ist Heilig Abend. Erlösung kommt tatsächlich an und ist nicht nur himmlische Zukunftsmusik. In Liebe schaut Jesus uns dann aus der Krippe an. Er sieht, wie es um uns steht. Bei ihm bekommen wir Ein-blick in Gottes Liebe. Sie rettet aus katastrophalen Lieblosigkeiten. Mit Jesus, dem Menschensohn, werden wir nicht das Nach-sehen haben, sondern neues An-sehen. Auf dass man uns diese Hoffnung ansehe!
Autor / Autorin
Quelle: Margret Schäfer-Krebs
Margret Schäfer-Krebs

Fachreferentin für Liturgie und Ökumene, Diözese Rottenburg-Stuttgart

Bei Fragen zu den Impulsen wenden Sie sich bitte an: info[at]advent-online[dot]de