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Zuhause

Impuls für den 05.12.2018

Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
 
Quelle: Quelle: unsplash.com/@evstyle
 
Jesus denkt und handelt doch normalerweise so menschlich. Ich frage mich, warum er für sich und seine Nachfolger das zutiefst menschliche Bedürfnis nach einem ‚Nest‘, einem Ort der Sicherheit und Geborgenheit, nicht in Aussicht stellt.

Ein Zuhause zu haben gehört doch neben Nahrung und Kleidung zur Mindestausstattung für ein menschenwürdiges Leben! Ein Zuhause ist aber noch mehr: Es ist ein Ort, an dem ich mit Menschen zusammen lebe, die mir vertraut sind und die ich liebe; es ist ein Ort, an dem ich so sein darf, wie ich bin.

Jesus hatte weder zu Beginn seines Lebens noch in den Jahren seines öffentlichen Wirkens einen festen Wohnort. Jetzt in der Adventszeit und an Weihnachten erinnern uns die Bräuche und Erzählungen an den - im wahrsten Sinn des Wortes - bewegten Anfang seines Lebens: an die Volkszählung, an die Geburt im Stall, wo Maria und Josef fernab ihrer Heimat „einsam wachen“.

Und obwohl sich Jesus als Erwachsener von seiner Familie losgelöst hatte und das Leben eines Wanderpredigers führte, hatte er doch ein ‚Zuhause‘, das ihm Geborgenheit und Liebe schenkte und ortsunabhängig war. Sein ‚Zuhause‘ war bei Gott. Von Gott wusste er sich bedingungslos geliebt und getragen. Aus der Beziehung zu Gott schöpfte er Kraft.

Ich frage mich nun: Wie sehr bin ich an einen festen Ort gebunden und richte mich dort ein? Inwiefern fühle ich mich bei Gott wie ‚Zuhause‘?
Autor / Autorin
Quelle: Ulrike Hudelmaier
Dr. Ulrike Hudelmaier

Referentin für Diakonische Pastoral und Seelsorge in Alten- und Pflegeheimen, Erzdiözese Freiburg

Bei Fragen zu den Impulsen wenden Sie sich bitte an: info[at]advent-online[dot]de