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Felix be-greift

Impuls für den 09.12.2018

Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt / und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, / die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, / voll Gnade und Wahrheit.
 
Quelle: Quelle: unsplash.com/@dieterdevroomen
 
Völlig aufgelöst und weinend steht der kleine Felix vor der Rolltreppe im üppig weihnachtlich dekorierten Einkaufscenter. Im Trubel der vorbeihastenden Festtagseinkäufer ist es passiert: obwohl er extra aufgepasst hat, kann er seine Mama unter all den Menschen plötzlich nicht mehr entdecken. Ein paar Sekunden zu lange hatte er staunend und mit leuchtenden Augen vor dem Schaufenster gestanden, während seine Mutter - für ihn unbemerkt - weitergelaufen war.

Nachdem ein paar Kunden auf Felix aufmerksam geworden sind, nimmt sich ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma seiner an und möchte erst einmal wissen, was den Jungen so untröstlich stimmt. „Ich helfe dir. Wir finden deine Mama. Kein Problem. Alles ist gut!“

Doch für Felix ist gar nichts gut. Alles Reden und Kümmern des Sicherheitsmannes kommt nicht bei ihm an. Erst als ihn einige Minuten später seine Mama in den Arm nimmt, hören bei Felix die Tränen auf zu fließen, sind all seine Ängste und Sorgen verflogen. Das ist der Moment, in dem das „Alles ist gut“ für Felix be-greifbar wird, die Worte sozusagen „Fleisch“ angenommen haben.
 
Erleichtert machen sich die beiden auf den Weg – Hand in Hand. Ob Felix bereits heute, schon vor Weihnachten, ‚die Herrlichkeit Gottes' gesehen hat…?!
Autor / Autorin
Quelle: Volker Schwab
Volker Schwab

Gemeindereferent, Erzdiözese Freiburg

Bei Fragen zu den Impulsen wenden Sie sich bitte an: info[at]advent-online[dot]de