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Freiheit, Revolution, Geborgenheit

Impuls für den 18.12.2018

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. (Johannes 14,27)
 
Quelle: Quelle: Pixabay
 

Es gibt zwei verschiedene Arten von Frieden. Für die Welt ist Frieden die Abwesenheit von Krieg und das Versprechen, dass Ruhe und Ordnung herrschen. Demgegenüber ist der Frieden, den Jesus verspricht befreiend – das kann beunruhigen.

Als Joseph Mohr den Text zu Stille Nacht, heilige Nacht geschrieben hatte, suchte sich Europa neu zu erfinden. in Aachen hatten sich gerade die wichtigsten gekrönten Häupter von Europa zum Aachener Kongress zusammengefunden, um wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Denn es brodelte in Europa. Die Dichter und Denker wollten vorwärts, aber die Monarchen dachten anders: Ruhe und Ordnung waren oberste Bürgerpflicht. Stille Nacht, heilige Nacht passt dazu, finde ich.

Und doch passt es nicht so zu dem ganz anderen Frieden, den Jesus gibt. Ruhe und Stille sind doch etwas Unterschiedliches. Ruhe und Ordnung brauchen klare Grenzen. Der Frieden Jesu, so stelle ich mir das jedenfalls vor, macht frei. Er macht mich frei für Veränderungen: Ich kann in Frieden Dinge, Ansichten und Gewohnheiten – vielleicht sogar mein Leben - loslassen, weil ich weiß, dass ich bei Jesus ganz geborgen bin. Geborgenheit. Von Wegen Ruhe und Ordnung - ein Hauch von Freiheit und Revolution in der stillen und heiligen Nacht.

Autor / Autorin

Quelle: Eckert Markus

Markus Eckert

Pfarrer in Oeffingen, Evangelische Landeskirche in Württemberg

Bei Fragen zu den Impulsen wenden Sie sich bitte an: info[at]advent-online[dot]de